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Evangelische Auferstehungskirche


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Den architektonischen Mittelpunkt der Gemeinde bildet nach wie
vor die Evangelische Pfarrkirche, welche seit dem Jahr 1983 den Namen
"Auferstehungskirche" trägt. 1957 wurde sie bis auf den Turm und einen Teil der
Nordwand, da sie "aller künstlerischen Reize entbehrte", abgebrochen und
anschließend neu aufgebaut. Das bestehende Pfarrhaus wurde ebenfalls abgerissen
und in der Florianstrasse neu gebaut.
Bei der kirchlichen Loslösung von
Bempflingen 1841 (Pfarrweserei) und 1860 (Pfarrei) besaß Riederich längst ein
eigenes Gotteshaus. Das damals bloß gelegentlich für Gottesdienste benutzte
Friedhof-Kirchlein erhielt lediglich Pfarrechte. Zwischen 1835 und 1880 erfuhr
die Kirche einige Umbauten und Erweiterungen. 1873 wurde die Sakristei am
östlichen Ende der Südseite letztmals erneuert. Die Orgel wurde 1840 von Gruol
in Bissingen neu erbaut, da vorher keine vorhanden war. Der Turm steht auf der
Westseite der Kirche und trägt die Jahreszahl 1732. Er wurde 1818 erneuert. Der
Grundstock, etwa bis zur Höhe der Kirchenfenster ist aus Stein, das übrige von
Holz. Die Taufgeräte sind aus Zinn und wurden im Jahr 1765 gestiftet. Der
Abendmahlkelch samt Patene ist vergoldet und wurde 1765 gestiftet.
In
älterer Literatur ist immer wieder das Datum 1732 als Entstehungszeit der Kirche
angegeben. Die barocken Rundbogenfenster untermauerten noch diese Annahme.
Dagegen ist fast die gesamte Innenausstattung nachweislich erst ein Jahrhundert
später (um 1840) in das Gotteshaus gekommen. Insgesamt handelte es sich bei der
alten Riedericher Kirche um einen einfach-ländlichen protestantischen Sakralbau.
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